test
02.06.2016

Die spannendsten IT-Trends

Die Digitalisierung schafft nicht nur Herausforderungen, sie bietet auch praktische Lösungen. Ein paar Beispiele.

1.) INTERNETSEITEN, DIE SICH LAUFEND ANPASSEN

Eine Firma braucht eine Homepage, damit Kunden sie im Internet finden können. Das Problem: Immer mehr Kunden suchen nicht am Computer, sondern am Smartphone oder Tablet danach. Die Lösung heißt "responsive design" - also ein Aufbau der Homepage, der auf dem Bildschirm eines Computers und eines mobilen Endgerätes gut aussieht. Wenn eine Seite mobil nicht gut lesbar ist, eilt der Internetnutzer schnell weiter. Auch der Suchmaschinenanbieter Google hat bereits angekündigt, Internetseiten schlechter zu platzieren, die nicht gleichzeitig auf die Nutzung über Computer und über mobile Geräte ausgelegt sind. Responsive Design wird also vom Nutzerverhalten verursacht, bietet aber neben einem flexiblen Aufbau auch wirtschaftliche Vorteile -denn auch die Zugriffszahlen von unterschiedlichsten Geräten aus steigen immer weiter.

2.) VIRTUELLE WELT WIRD REALITÄT

Ein schöner Gedanke: Zu einem realen Bild wird am Bildschirm eine virtuelle Ergänzung eingeblendet. Etwa bei der Besichtigung eines Museums, der Reparatur eines Motors oder dem Weg durch ein unbekanntes Gebäude. Doch trotz zahlreicher Ankündigungen blieb Augmented Reality bisher ein Randthema. Nun nimmt die Entwicklung offenbar tatsächlich Fahrt auf. Schon heute sind Apps auf mobilen Geräten eine große Hilfe bei der Reparatur und Wartung von Maschinen und Anlagen. Dabei erfasst die Kamera eines mobilen Geräts das Objekt, die App identifiziert automatisch das Bild und ruft dazu im Hintergrund Daten ab. Der Benutzer bekommt die benötigten Informationen und Bilder auf den Bildschirm. So lassen sich zum Beispiel kaputte Bestandteile von Maschinen schneller erkennen und neue montieren. Wie man Augmented Reality im Marketing einsetzt, zeigt der Fertighaushersteller Hartl Haus. Mit einer App kann man sein mobiles Gerät auf ein Bild im Katalog von Hartl halten. Daraufhin entsteht auf dem Bildschirm eine 3D-Ansicht des Hauses, die zu einem virtuellen Rundgang einlädt - mit Bildern, die nicht nur Grundrisse, sondern eine fast realistische Perspektive des ganzen Hauses vermitteln.

3.) ÜBERBLICK ÜBER DAS ARBEITSGERÄT

Wer produziert, braucht Werkzeug und Gerätschaften. Da kann man bei vielen Betriebsmitteln an unterschiedlichen Einsatzorten schnell die Übersicht verlieren. Gerätemanagement lautet hier das Zauberwort. Seit 2016 zeigt der Werkzeughersteller Hilti, wie die Lösungen der Zukunft aussehen: Über die EDV-Technologie Ontrack werden Werkzeuge und auch schweres Gerät mithilfe von RFID und Barcodes eindeutig erfasst - unabhängig von der Marke und Gestalt. Ein Teil der Technologie ist eine Software, die mit einer Cloud verbunden ist, Installationen und Updates auf den Endgeräten sind also nicht nötig. Ist einmal alles in der Wolke notiert, kann jeder registrierte Nutzer jederzeit sehen, welches Gerät sich wo befindet. Das minimiert nicht nur den "Schwund" von teurem Werkzeug, sondern auch die unnötige Häufung an einem Ort. Und natürlich vor allem Situationen, in denen man ein bestimmtes Gerät gerade dort braucht, wo es nicht ist.

4.) HOCHHÄUSER AUS DEM DRUCKER

Additive Fertigung, besser bekannt als 3D-Druck, breitet sich immer weiter aus. Zuerst kamen Werkstücke aus Kunststoff, dann aus Keramik und Metall. Inzwischen rühmt sich die amerikanische Raumfahrtfirma SpaceX damit, auch Teile von Triebwerken für ihr Raumschiff Dragon V2 mit 3D-Druckern zu produzieren. Sehr irdisch ist dagegen der "additive" Bau von Gebäuden. Das Verfahren selbst haben Tüftler an der University of Southern California entwickelt, doch derzeit treiben es die Chinesen an die Spitze. Etwa die Projekte der Firma Winsun aus Shanghai. Beim "Druck" von Häusern kommt ein Roboter zum Einsatz, dessen Gestalt an eine Brücke erinnert, die auf zwei Achsen hin- und herfährt und von oben Schicht für Schicht ein Gemisch aus schnellhärtendem Zement, Sand, Altglas und Bauschutt aufträgt. Die Betonpumpe lässt Hohlräume für Fenster, Türen und Leitungen aus. Alle Daten kommen ebenso wie bei einem kleinen 3D-Drucker aus einem digitalen Modell. Zweigeschoßige Häuser gibt es bereits, der "Druck" von Hochhäusern sei ohne Probleme möglich, wie es heißt. Neben extremer Schnelligkeit sollen auch die Kosten um über 50 Prozent niedriger sein als üblich.

5.) BESCHAFFUNG AUF KNOPFDRUCK OPTIMIEREN

Das Thema ist altbekannt, die Lösung neu. Wie stellt man die Beschaffung so auf, dass man einen optimalen Preis über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes hinweg zahlt? Eine Lösung bietet Procurement 4.0, ein neuartiges Tool, das von Kerkhoff Consulting entwickelt wurde. Dabei handelt es sich nicht um isolierte Applikationen, sondern um eine ganzheitliche Abbildung des gesamten Beschaffungsprozesses eines Unternehmens. Die Lösung soll es dem Einkauf ermöglichen, den aktuellen Preis des Lieferanten jederzeit zu überprüfen, zu bewerten und gewährleistet so eine Best-Price-Sicherheit. Wie das geht? Softwarebasiert wird der Marktpreis für einen Artikel eruiert und mit dem tatsächlich bezahlten Preis oder einem konkret vorliegenden Angebot verglichen. Nach einer Produktkostenanalyse werden die erfassten Kostenbestandteile mit den Werten aus einer Index-Datenbank verglichen - also mit tagesaktuellen Informationen über alle Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten sowie branchenübliche Löhne, die den Marktpreis des Artikels beeinflussen. Der errechnete Wert des ausgewählten Referenzartikels wird daraufhin zu den Preisen der restlichen Artikel seiner Warengruppe in Verhältnis gesetzt. Auf Basis der transparenten Preis-und Kostenanalyse ergibt sich eine systemgestützte Preisumsetzung am Markt und eine langfristige Best-Price-Garantie für den Artikel.

6.) ANGRIFFE AUS DEM NETZ

Abseits all der Begeisterung über kluge Stromzähler, selbstfahrende Autos und Drohnen mit Paketen an Bord sollte ein Trend nicht vergessen werden, der ebenfalls jedes Jahr massiv zunimmt: Die Cyberkriminalität. Österreichische Mittelständler, die in ihrer Nische oft genug zu den Besten zählen, stehen hier besonders im Visier. Zwei Drittel der Attacken hierzulande zielen auf KMU ab, wie der österreichische Cybercrime-Report belegt. Pro Jahr werden etwa 9000 Angriffe in Österreich angezeigt - die Dunkelziffer dürfte jedoch viel höher sein. Deshalb ist dieser Rat aktueller denn je: Die eigenen Daten schützen, verschlüsseln, wegsperren. Und bei den Links in E-Mails den gesunden Menschenverstand walten lassen - so wie übrigens bei allen vermeintlich großartigen Trends.

Impressum & Datenschutz – Kerkhoff Indirect Procurement GmbH – +49 211 6218061-0 – Elisabethstr. 5 – 40217 Düsseldorf