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03.06.2019

Nachgefragt... „Doppelarbeiten vermeiden“

Yurda Burghardt, Geschäftsführerin der Kerkhoff Experts, über optimale Innovationskultur.

Kerkhoff Experts-Chefin Yurda Burghardt: „Innovation entsteht nicht durch einzelne Genies, sondern meistens durch die Verknüpfung vorhandener Ideen und Fähigkeiten.“

Frau Burghardt, mit welchen Feedback-Formen nehmen Organisationen Tempo auf?

Yurda Burghardt: Menschen (und somit auch Mitarbeiter) haben ein hohes Bedürfnis nach Individualisierung. Sie wollen sich einbringen und vernetzen. Unabdingbare Voraussetzung

dafür ist eine Unternehmenskultur, die das zulässt und fördert. Denn die besten Kommunikationskanäle und Tools helfen nicht, wenn Mitarbeiter an Entscheidungen und Feedbackmöglichkeiten nicht beteiligt werden und Informationen intransparent sind. Wissen miteinander zu teilen, ist ein wesentlicher Aspekt, um als Organisation beweglich und agil zu werden – dieses „Vorsprungwissen“ bestimmt die Wirtschaft von morgen. Auch bei unseren Kunden kann ich beobachten: Wer Anreizstrukturen für die Wissensweitergabe schafft, liegt im Vorteil. Studien belegen, dass Mitarbeiter heute mehr als die Hälfte ihrer Zeit für das Suchen von Informationen und interne Abstimmungen verwenden – und somit „nur“ in der verbleibenden Zeit ihren eigentlichen Aufgaben nachgehen. Tempo wird meines Erachtens also dann erreicht, wenn Kommunikation kanalisiert, Doppelarbeiten vermieden sowie eng und übergreifend gearbeitet wird.

Stichwort Innovationskultur: Wo gilt es im Zeitalter der Vernetzung Hand anzulegen?

Eine innovative Kultur zu entwickeln, ist womöglich die schwierigste Herausforderung, der man sich als Unternehmen stellen kann. Gleichzeitig ist dies auch die wichtigste Aufgabe, um in der modernen Wirtschaftswelt zu wachsen und nachhaltig erfolgreich zu sein. Innovation entsteht nicht durch einzelne Genies, sie entsteht meistens durch die Verknüpfung vorhandener Ideen und Fähigkeiten zu etwas Neuem. Deshalb sind für diesen Prozess alle Mitarbeiter wichtig. Es müssen Ressourcen wie Zeit, Mitarbeiter und finanzielle Mittel im Unternehmen verfügbar sein. Und man benötigt Werkzeuge zur systematischen Planung und Steuerung von Innovationen. Denn definierte Prozesse machen es möglich, Konzepte zu marktfähigen Produkten zu bringen. Die wichtigste Grundlage ist aber eine visionäre Führung, die den Nutzen und Wert von Innovation erkennt und aktiv unterstützt. Dadurch wird ein Umfeld geschaffen, in dem kreativ gearbeitet werden kann und Entwicklergeist geweckt wird.

Vielen Dank für das Gespräch!

Industriemagazin 06/2019

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